Falsche Google-Bewertungen erkennen: Diese Anzeichen sprechen für einen Verstoß
Viele Unternehmer stehen vor derselben Frage, wenn eine neue Ein-Stern-Bewertung eintrudelt: Ist das jetzt einfach unangenehme, aber legitime Kritik – oder handelt es sich um eine Bewertung, die man melden sollte? Eine pauschale Antwort gibt es nicht, aber es gibt eine Reihe von Warnsignalen, die erfahrungsgemäß häufig mit einem tatsächlichen Verstoß gegen die Google-Richtlinien für Rezensionen einhergehen.
Kein erkennbarer Bezug zu einer echten Erfahrung
Ein zentrales Kriterium von Google ist, dass eine Bewertung auf einer tatsächlichen eigenen Erfahrung mit dem Unternehmen beruhen soll. Wenn eine Bewertung sehr allgemein bleibt, keine konkreten Details zu einem Besuch, einer Bestellung oder einem Termin enthält und sich nicht in euren Kundendaten, Reservierungen oder Rechnungen wiederfinden lässt, ist das ein starkes Indiz dafür, dass gar kein echter Kundenkontakt stattgefunden hat.
Der Name ist euch schlicht unbekannt
Gerade bei kleineren Betrieben mit überschaubarem Kundenstamm lohnt sich ein Blick in die eigenen Unterlagen: Taucht der Name der bewertenden Person überhaupt irgendwo auf? Das ist zwar kein hundertprozentiger Beweis – manche Kunden bewerten unter Spitznamen oder über den Namen einer Begleitperson –, aber in Kombination mit anderen Auffälligkeiten ein deutliches Warnsignal.
Widersprüche zu nachweisbaren Fakten
Behauptet eine Bewertung etwa, ein Termin sei nicht eingehalten worden, obwohl ihr genau diesen Termin schriftlich bestätigt und durchgeführt habt? Oder wird behauptet, eine Leistung sei nie erbracht worden, obwohl eine Rechnung oder Quittung existiert? Solche klaren Widersprüche zu belegbaren Fakten sind eines der stärksten Argumente für eine Meldung, weil sie sich mit Nachweisen untermauern lassen.
Beleidigungen statt sachlicher Kritik
Kritik am Service, an der Wartezeit oder an der Qualität einer Leistung ist grundsätzlich zulässig, auch wenn sie unangenehm ist. Anders sieht es aus, wenn eine Bewertung in persönliche Angriffe abgleitet, Mitarbeiter beleidigt oder Formulierungen enthält, die erkennbar nur der Herabsetzung dienen, ohne inhaltlichen Bezug zu einer konkreten Leistung. Solche Bewertungen bewegen sich außerhalb dessen, was Google als zulässige Rezension einstuft.
Auffällige Muster bei mehreren Bewertungen
Manchmal zeigt sich ein Verstoß erst im Zusammenhang: Mehrere sehr ähnlich formulierte Ein-Stern-Bewertungen kurz hintereinander, Bewertungen von Profilen ohne jede sonstige Aktivität oder auffällige zeitliche Häufungen nach einem bestimmten Ereignis (etwa einem Streit mit einem Wettbewerber oder Mitarbeiter) können auf koordinierte oder gefälschte Bewertungen hindeuten.
Wie es grundsätzlich weitergeht
Wenn eines oder mehrere dieser Anzeichen zutreffen, lohnt sich in der Regel der nächste Schritt: die Bewertung einem passenden Löschgrund zuzuordnen und eine strukturierte Begründung bei Google einzureichen. Wichtig dabei ist, sich nicht auf einen allgemeinen Unmut zu beschränken, sondern konkret zu benennen, welches Kriterium aus Sicht des Unternehmens verletzt ist. Wie genau eine solche Begründung aufgebaut sein sollte, hängt stark vom jeweiligen Fall ab – grob gesagt geht es darum, den Sachverhalt nachvollziehbar zu schildern und ihn dem passenden Kriterium zuzuordnen.
Damit du dabei nicht bei null anfängst, hilft dir die Bewertungsrakete-Anleitung, deine Bewertung richtig einzuordnen, und unser Generator unterstützt dich dabei, aus deiner Einschätzung eine strukturierte Löschbegründung zu erstellen – abgestimmt auf den jeweiligen Grund.
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