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23. Juli 2026

Beleidigende Google-Bewertungen: Deine Rechte als Unternehmer

Kritik gehört zum Geschäft dazu – auch unangenehme. Doch es gibt einen Unterschied zwischen sachlicher, wenn auch harter Kritik, und Bewertungen, die in Beleidigungen oder reine Herabsetzung abgleiten. Für Unternehmer stellt sich in solchen Fällen die Frage: Muss ich das einfach hinnehmen, oder habe ich eine Handhabe dagegen?

Warum Meinungsfreiheit nicht grenzenlos gilt

Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut und schützt auch überspitzte, polemische oder subjektiv unfaire Bewertungen, solange sie einen sachlichen Kern haben. Was sie jedoch nicht schützt, ist sogenannte Schmähkritik – Äußerungen, die keinerlei sachlichen Bezug mehr zu einer tatsächlichen Leistung haben und ausschließlich der persönlichen Herabsetzung dienen. Diese Unterscheidung ist in der Rechtsprechung immer wieder Thema und bildet die Grundlage dafür, dass beleidigende Bewertungen anders zu behandeln sind als bloß negative.

Woran man eine beleidigende Bewertung erkennt

Typische Anzeichen sind abwertende, vulgäre oder ehrverletzende Formulierungen, persönliche Angriffe gegen Mitarbeiter oder Inhaber, sowie Aussagen, die keinen erkennbaren Zusammenhang mehr zu einer konkreten Erfahrung mit dem Unternehmen haben. Eine Bewertung wie „das Essen war leider kalt und der Service unfreundlich“ ist harte, aber zulässige Kritik. Eine Bewertung, die ausschließlich beleidigende Ausdrücke ohne jeden sachlichen Bezug enthält, bewegt sich dagegen außerhalb dessen, was Google und die Rechtsprechung als zulässig ansehen.

Was Google selbst dazu sagt

Auch Googles eigene Richtlinien für Rezensionen schließen belästigende, diskriminierende oder in anderer Form missbräuchliche Inhalte ausdrücklich aus. Eine Bewertung, die gegen diese Richtlinien verstößt, kann unabhängig von einer rechtlichen Einordnung schon aus diesem Grund gemeldet werden.

Wie du grundsätzlich vorgehen kannst

Der erste Schritt besteht darin, die konkret beleidigende Formulierung zu identifizieren und sich zu fragen, ob sie noch einen sachlichen Kern hat oder rein herabsetzend ist. Im zweiten Schritt wird daraus eine Meldung bei Google formuliert, die genau diesen Punkt herausstellt – warum die Aussage über zulässige, wenn auch harte Kritik hinausgeht. Wie eine solche Begründung im Detail aufgebaut wird, hängt vom Einzelfall ab; grob gesagt geht es darum, die beleidigende Passage zu benennen und einzuordnen, warum sie keinen sachlichen Beitrag zur Bewertung leistet.

In besonders gravierenden Fällen – etwa bei strafbaren Beleidigungen oder Verleumdungen – kann neben der Meldung bei Google auch der Gang zu einem Anwalt sinnvoll sein. Für die Mehrzahl der Fälle reicht jedoch eine gut begründete Meldung über die Google-eigenen Kanäle aus.

Unterstützung bei der Formulierung

Die Bewertungsrakete-Anleitung zeigt dir, wie du eine beleidigende Bewertung richtig einordnest, und unser Generator hilft dir, daraus eine strukturierte Begründung zu erstellen, die genau auf diesen Löschgrund zugeschnitten ist.

Unfaire Bewertung? Lass sie nicht einfach stehen.

Mit der Bewertungsrakete-Anleitung und unserem Generator gehst du strukturiert vor, statt bei null anzufangen — ganz ohne Anwalt.

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